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Georgius Agricola (1494 - 1555), die "ausgezeichnete Zierde des Vaterlandes" (FABRICIUS), gilt als herausragender europäischer Renaissancegelehrter.
In aller Welt bekannt wurde vor allem sein Lebenswerk "De re metallica libri XII", das als systematische Darstellung des gesamten Berg- und Hüttenwesens jener Zeit die Herausbildung der Montanwissenschaften einleitete und über die Jahrhunderte unerreichtes Vorbild blieb. Auch auf anderen Gebieten - Pädagogik, Medizin, Metrologie, Philosophie und Geschichte - vollbrachte er Hervorragendes und bis heute Gültiges.
Das Agricola-Forschungszentrum Chemnitz sieht sich in der Pflicht, dieses reiche Erbe zu pflegen und zu bewahren. In diesem Sinne begingen wir 2005 den 450. Todestag des großen Gelehrten; ein Jahr danach gedachten wir mit einer Festveranstaltung und der Ausstellung "Das Feuer der Renaissance" im Chemnitzer Schloßbergmuseum der Edition seines berühmten Werkes "De re metallica libri XII" (Basel 1556).
Für 2007 stand die Internationale Wissenschaftliche Konferenz "Bergbau und Metallurgie in Europa" auf dem Programm, die auch von Kollegen aus Tschechien, der Slowakei, Frankreich und Spanien getragen wurde. Sie war Teil des EU-Projektes "Als Europa die Maschinen erfand", das mit dem historischen Spektakel "Hüttenklang und Feuerschein" im Chemnitzer Stadtpark seinen vielbeachteten Abschluß fand.
Einladung zum 20. AGRICOLA-GESPRÄCH
Der "Geldadel" um 1500 – Hauptgewerken, Stifter, Amtsträger, Kapitalgeber und Unternehmer der Erzgebirgsregion
Am Sonnabend, dem 9. April 2011, 10 – 13 Uhr im Renaissancesaal des Schloßbergmuseums Chemnitz, Schloßberg 12, 09113 Chemnitz
Der Arbeitskreis Bergunternehmer des Agricola-Forschungszentrums Chemnitz veranstaltet eine öffentliche Tagung, bei der neue Erkenntnisse zu bislang kaum bearbeiteten Persönlichkeiten der sächsisch-böhmischen Bergbauregion vorgetragen werden. Den zeitlichen Rahmen gibt die Arbeit Adolf Laubes: 1470-1546.
Vorträge:
- Jens Kugler (Freiberg): Ein Grabstein in der Freiberger Andreas-Möller-Chronik
- Friedrich Staemmler (Chemnitz): Die Familien Schütz und Freiberger als Stifter von Kunst
- Jens Pfeifer (Freiberg): Der Annaberger Bergunternehmer Caspar Kürschner
- Andrea Kramarczyk (Chemnitz): Hans Neefe und die Franziskaner in Chemnitz
- Prof. Dr. Wolfgang Lorenz (Annaberg): Zur verwandtschaftlichen Verflechtung von Kuxinhabern
- Dr. Bernd Stephan (Chemnitz): Der Pfarrer Wolf von Elterlein als Fundgrübner
- Christian Schubert (Biederitz): Martin Römer aus Zwickau – ein Meister der Verflechtung von Bergbau/Hüttenwesen, Metallhandel und Münzwesen
- Karsten Richter (Chemnitz): Der Wasserstreit in Markersbach

